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Das Theater

Vom Wagnis über den Geheimtipp zum Publikumsmagneten!

Lange vor Lafer, „Lecker-Lichter“ und Konsorten das Fernseh-Publikum mit Koch-Shows zu bebrutzeln, feierte der Schauspieler Thomas Weber mit seinem ersten Kulinarstück „MundArt – Weber kocht. Gut. Bürgerlich.“ seine Premiere in dem Spiegelberger Teilort Großhöchberg. Damals noch in seinem kleinen, persönlich-intimen und 40 Besucher fassenden Theater KABIriNETT – die Probierbühne auf dem Lande unterhielt er sein Publikum mit „live-Cooking“ und kabarettistischem aufs Maul geschautem. Das war im Mai des Jahres 2000.

Heute, Jahre später, kann Weber bereits auf über 800 zumeist ausverkaufte Vorstellungen von „MundArt – Weber kocht. Gut. Bürgerlich.“, sein Erstlingswerk, zurückblicken. Er steht zwar meist solo auf der Bühne, doch allein ist er nie. Er bezieht sein Publikum wirklich mit ein und unterhält es kurzweilig schwätzend-philosophierend. Im Mai 2001 folgt der ortsinterne Umzug des Theaters ins eigene und größere Haus. Dort spielt er mit großem Erfolg zunächst sein zweites Solostück „BrotZeit“. Ein knappes Jahr später gründen 28 Menschen den „Förderverein im KABIriNETT e.V.“, die Webers Ideen und Arbeit unterstützen. Schnell wird klar: Großhöchberg und Thomas Weber mit seinem Theater KABIriNETT – das passt!

Weber probiert weiter. Doch nicht nur er, sondern viele Künstler inspirieren sich an diesem Ort. Die Probierbühne KABIriNETT ist mittlerweile ein Treffpunkt für junge und gestandene Künstler, die hier – im wahrsten Sinne des Wortes – in aller Ruhe unter professionellen Bedingungen an neuen Projekten arbeiten und ihr Werken einem interessierten Publikum vorstellen können. Von schwäbischen Kabarettstücken über moderne Musik bis zu Experimenten mit dem gesprochenen Wort. Vom gestandenen Rockmusiker, über eigensinnige Kleinkünstler, bis zu hoffnungsvollen Newcomern oder alten Hasen des Chanson-Kabaretts. Unzählige Gastspiele von Künstlern aus Nah und Fern etablieren sich ebenfalls. Der ungewöhnliche Name des Theaters setzt sich übrigens aus Kabinett und Kabarett zusammen und wurde im schwäbischen Kopf des Gründers zu: KABIriNETT!

Weitere Stücke wie, „Ausgezeichnet – Die Einlage der schwäbischen Ursuppe“, „Die Flauberzöte – Konzertante Komik“ folgen. Große Aufmerksamkeit erregen auch die Open Air-Theaterstücke „Kommet! Mir ganget. - Ein Wiesenstück.“, „Räuber. Wege. - Ein Waldlauf für Schauspieler und Publikum im Großhöchberger Wald“ und „Wendelin & Petzold – Eine Gemüsekiste.

Mit der Erfindung des „Lümmelpicknicks“ setzt der Schauspieler und Stückeschreiber Thomas Weber, der gleichzeitig eben auch als Theatermacher fungiert, eine weitere Idee um. Auch hat sich rumgesprochen, dass es sich in den Sommermonaten am Sonntagnachmittag bis in die Abendstunden hinein herrlich auf der Theaterwiese „lümmeln“ lässt: Mit mitgebrachtem Grillgut, in sagenhaftem Ambiente und wöchentlich wechselnder, anspruchsvoller Unterhaltung durch Künstler unterschiedlichster Couleur.

In der Adventszeit „wichtelt und fichtelt“ Thomas Weber mit seinem Publikum in dem Stück „AdWendelin“, bei dem, wie bei den meisten Weber-Stücken, Florian Reichert aus der Schweiz Regie führte.

Der Künstler ist jedoch nicht nur in seinem eigenen Theater zu sehen – er ist auch viel „auf Tour“. Mit seinen eigenen Stücken ist er landauf-landab unterwegs, spielt im Theater der Altstadt im „Tannöd“, den Satan im Film „Krach im Hause Gott“ oder gibt Sonderführungen im Ludwigsburger Schloss in „Der geheime Hofschreiber kramt in seinen Akten“. Mit der „Katz‘ im Sack – das Überraschungsprogramm“ hat Weber ein weiteres Novum in der Region geschaffen: Der KABIriNETT Hardcore-Besucher ist einiges gewöhnt und lässt sich gerne auf ein Abenteuer ein. So bestellt der geneigte Gast immer am 31sten eines Monats, egal welcher Wochentag, einfach die „Katz' im Sack“ und lauert, welcher Künstler und welches Programm diesmal drin steckt.

juHU-Magazin, Ausgabe 07/10-12 2010, Günter Deyhle über das KABIriNETT